Der botanische Garten „Alexandru Borza”
RO-400015 Cluj-Napoca
Str. Republicii, nr. 42
Tel: 0264.592152
E-mail: gradina.botanica@ubbcluj.ro
Der botanische Garten aus Klausenburg ist eine wissenschaftliche, didaktische Einrichtung mit Bildungszweck und ist der Universität Babeş-Bolyai untergeordnet. Die Anfänge dieser berühmten Einrichtung sind auf die Tätigkeit des Professors Alexandru Borza in den 20er Jahren zurückzuführen. Auf einer Fläche von 14 Hektar mit einer diversen Konfiguration werden mehr als 10.000 verschiedene Pflanzenkategorien gepflegt. Der botanische Garten ist auf mehrere Abteilungen aufgeteilt: Zierpflanzen, Phytogeographische Abteilung, Wirtschafts- und Medizinpflanzen.
Die Abteilung der Zierpflanzen beherbergt je nach Saison mehrere Pflanzenarten -über 120 Tulpensorten, Narzisse und andere Frühlingsblumen, über 350 Arten Rosen im Sommer, und zusätzlich andere bekannte oder seltene Gartenblumenarten (Tagetes, Zinnia, Callistephus, Petunia, Dahlia, Canna, Gladiolus, Ocimum, Verbena, Ipomoea usw.)
Im Rahmen der phytogeographischen Abteilung ist das Orient durch den traditionell eingerichteten japanischen Garten vertreten, im “gyo-no-niwa”-Stil, mit spezifischen Elementen. Die Flora Rumäniens ist auch je nach den grographischen Orten präsent (Flora der siebenbürgichen Tiefebene, des Banats, der Schwarzmeerküste usw.)
Eine speziele Attraktion bildet der römische Garten (Plinius-Garten), mit einer Statue der Göttin Ceres und zwei originelle Steinsärge aus der antiken Stadt Napoca. Hier kann man Pflanzenarten vorfinden, die in den römischen Städten angebaut worden sind, aber auch in den Bauernhöfen aus Dacia Traiana, einige von ihnen auch heute als Heilpflanzen anerkannt.
Die systematische Abteilung ist eines der wichtigsten Teile des Gartens, nimmt eine Fläche von 4 Hektar ein und enthält die wichtigsten Pflanzenfamilien. Hier befinden sich auch zwei Warmhäuser, worin äquatoriale oder tropische Pflanzen wachsen, mit einer besonderen Wichtigkeit für die wissenschaftliche Forschung. Das große Warmhauskomplex ist aus sechs Abteilungen gebildet: die Treibhäuser mit aquatischen Pflanzen, mit Palmen, mit der mediterranen Fauna, Kaktusse, Bromeliazee, Farne und Orchideen.
Der wirtschaftliche Sektor gruppiert Pflanzen je nach ihrer Verwendung: Verzehr, technische Pflanzen usw.
In Fortsetzung der ersten botanischen Gärten, die vor allem dem Anbau von Heilpflanzen gedient haben, umfasst der Klausenburger botanischer Garten eine Abteilung für Heilpflanzen, vor allem einheimische, Teile der rumänischen Pharmakopöa.
Im Rahmen des botanischen Gartens befinden sich noch zwei Attraktionspunkte: Das Herbarium mit über 655.000 Sammelstücke aus der ganzen Welt, mit einem besonderen wissenschaftlichen Wert, und das botanische Museum (siele Link).
KURIOSES UND SELTENHEITEN
Im Botanischen Garten kann man seltene heimische Pflanzen vorfinden, von welchen einige mit de Aussterben bedroht oder endemisch sind: Saponaria bellidifolia, Papaver corona sancti-stephani, Armeria maritima, Dianthus spiculifolius, Dianthus petraeus ssp. simonkaianus, Campanula carpatica, Centaurea reichenbachii, Echinops banaticus, Hepatica transilvanica, Knautia drymeia, Petrorhagia saxifraga, Pritzelago alpina, Astragalus peterfii usw.
Einer guten Darstellung erfreuen sich auch die Pflanzen der Warmhäuser, wie z.B. die amasonische Seerose, das Zuckerrohr, die Papyruspflanze, Mangrovenarten, die Ölpalme usw.
AUSSTELLUNGEN UND SPEZIELLE VERANSTALTUNGEN
Im Botanischen Garten findet auch das Praktium der Studierenden des Faches Biologie statt, sowie auch die Tätigkeiten der Studierenden von der Universität für Agrarwissenschaften und Veterinärmedizin oder der Medizinischen Universität.
Die Schüler/innen erfreuten sich in den letzten Jahren einem Vorbereitungskurs als Gruppenführer im Botanischen Garten.
WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNGSPROJEKTE, INTERNATIONALE KOOPERATION UND PUBLIKATIONEN
Auf der Grundlage des Samenkatalogs betreibt der botanische Garten den Tausch von Pflanzenmaterial mit über 400 ähnlichen Einrichtungen der Welt.
Der Botanische Garten aus Klausenburg ist Mitglied mehrerer Fachvereine: Botanic Gardens Conservation International (BGCI), Verein der botanischen Gärten in Rumänien (AGBR) und Planta Europa.
Die Tätigkeit der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen des Klausenburger botanischen Gartens findet auch durch Teilnahme an Forschungsprojekten statt: allgemeine Forschungsprojekte der botanischen Gärten in Rumänien, gefördert aus dem Tempus-Phare-Programm, 3 Förderprojekte des Nationalen Rates für Forschung im Universitätswesen (CNCSIS) für das Erforschen der geschützten Gebiete in Rumänien, ein Projekt der Holländischen Botschaft für die Einrichtung eines Samenbankes, ein ökologisches Erziehungsprogramm, unterstützt durch den Verein für eine Offene Gesellschaft.
PUBLIKATIONEN
- Zeitschrift Contribuţii botanice
ÖFNUNGSZEITEN
- 15. September - 15. April: Die Gewächshäuser sind offen zwischen 9:00 - 16:00
- 16. April - 14. September: Die Gewächshäuser sind offen zwischen 9:00 - 18:00
- Die Gewächshäuser bleiben den ersten Montag jedes Monates geschlossen.
EINTRITT
- 5,- Lei/Person
Der Eintritt ist kostenlos für Studierende und Angestellte der BBU, aufgrund eines Ausweises. Die Schüler/innen und Studierende anderer Universitäten erhalten eine 50%-ige Ermäßigung






