DAS ZOOLOGISCHE MUSEUM
GESCHICHTE
Eingerichtet im Jahr 1859, als Abteilung des Siebenbürgischen Museumsvereins hat der Umfang der Sammlung dieses Museums ständig zugenommen und zählt derzeit über 300.000 Einträge. Die europäische Wertstellung die die im Jahr 1919 neu organisierte rumänische Universität aus Klausenburg errungen hat, war auch ein Ergebnis des Beitrags der bekannten Biologen Alexandru Borza und Emil Racoviţă; der letztere war der erste Vorsitzende des Lehrstuhls für Allgemeine Biologie in Rumänien, begründet im Jahr 1920.
Das Zoologische Museum befindet sich im Erdgeschoß des Gebäudes, nebst der Fakultät für Biologie, der Fachbibliothek, des Filmzentrums der Universität und dem Zentrum für Elektronmikroskopie. Der Plan des im Jahr 1912 errichteten Gebäudes ist identisch mit dem des Zoologieinstituts in Neapel.
SAMMLUNGEN
Das Zoologische Museum ist Teil des Patrimoniums der Universität ,,Babeş-Bolyai'', und ist aus mehreren wissenschaftlichen Tiersammlungen gebildet (die malakologische Biltz-Sammlung, die lepidopterologische Franzenau-Sammlung, die Isopodensammlung Radu usw.) Als wissenschaftlicher Wert und Anzahl der konservierten Exemplare nimmt das Zoologische Museum die zweite Stellung nach dem "Gr. Antipa"-Museum aus Bukarest ein.
Das Museum ist auf drei Hauptteile gegliedert:
- Wie eigentliche Ausstellung, umfasst eine große Zahl von wirbellosen und Wirbeltieren, ausgestellt in isolierter Form oder innerhalb ihres natürlichen Lebensraumes;
- Wissenschaftliche Sammlungen, die über 300.000 Tierexemplare umfassen (meistens Insekten), zugänglich den Fachleuten;
- Die Museumsreserve, dessen Bestände temporär ausgestellt werden.
Neben den inländischen Spezies gehört ein Teil der Exponate der exotischen Fauna an: die Korallensammlung, Perlenmuscheln (Meleagrina margaritifera), der afrikanische Skorpion (Pandinus imperator), der Monarch-Wanderschmetterling (Danaus plexipus), zahlreiche Meeressterne, Lungenfische, der afrikanische Zitterfisch (Malapterurus electricus), Surucuatrogon (Lachesis atrox), Meeresschlangen (Pelamis bicolor), Drapen (Chlamydotis undulata), Wüstenhuhn (Sierrapthes paradoxus), Paradiesvogel (Paradisea apoda), Tucan (Ramphasthos toco), Kängurus (Protemnodon rufogrissea), Waschbär (Procyon lotor), Giraffe, (Giraffa camelopardalis), Manguste (Herpestes ichneumon), große Raubkatzen (Felis leo, F. tigris, Panthera onca) usw.
Die Aspekte des Verhaltens der Tiere sind mannigfaltig dargestellt. Zum Beispiel sind thematische Insektensammlungen vorhanden, die die Taillenänderungen der Schmetterlinge während der Jahreszeiten darstellen, oder das Leben verschiedener Vogelarten, je nach den gebauten Nestarten, oder verschiedene Merkmale der Vogelfauna der Baragan-Ebene. Das Ringen verschiedener Spezies um das Fortkommen in der Winterzeit in den umgebenden Wäldern wird auch gut dokumentiert und erklärt.
Die wissenschaftlichen Sammlungen sind in einem speziellen Saal untergebracht und stellen ein Resultat der lebenslangen Tätigkeit mehrerer Fachleute dar. Im Rahmen des Museums befinden sich auch thematische Ausstellungen, für die aber teilweise infolge der Ereignisse zweier Weltkriege die wissenschaftliche Dokumentation nicht vorhanden ist.
KURIOSES UND SELTENHEITEN
In der Grundsammlung befinden sich auch einige Raritäten, die ausgestorbene Spezies oder Endemisme darstellen - zum Beispiel der Nautilus (Nautilus sp.), ein Relikt der primären geologischen Ära, ausgestorbene Trilobitenarten (Lymulus polyphemus) usw.
Die umfangreiche Sammlung des Museums hat die Teilnahme auch an Ausstellungen außerhalb Klausenburgs ermöglicht - inVatra-Dornei şi Târgu-Mureş; außerdem wurde auch eine temporäre Reptilienausstellung mit lebendigen Exemplare aus Arad organisiert.
AUSSTELLUNGEN UND PROGRAMME
Das Zoologische Museum dient hauptsächlich als materielle Basis den Studierenden der Fakultät für Biologie, und wird auch von den Studierenden der Fakultäten für Biologie, Agronomie, von wissenschaftlichen mitarbeiter/innen und Schüler/innen besucht.
Auf Antrag der Besuchergruppen wird auch eine Fachführung angeboten. Bis jetzt wurden auch spezialisierte thematische Ausstellungen organisiert: "die rumänische Herpetofauna", "aus der Fauna des Schwarzen Meeres", "Winterbesucher in Rumänien", sowie Ausstellungen mit lebendigen Reptilien.
Besuchszeiten:
- Montag-Freitag: 9-15. Uhr
- Sammstag-Sonntag: 10-14 Uhr
Eintrittspreise:
- Erwachsene: 3 lei
- Kinder: 1,5 lei
- Schüler: 1 leu
- Studierende: 1 leu
- Studierende (Fach Biologie): Kostenlos
- Kriegsveterane, Rentner, Behinderte: Kostenlos
Zugänglichkeit
Zu Fuß vom Stadtzentrum, auf der Clinicilor-Strasse Nr. 5-7, beim Eingang im "Hasdeu"-Studentenheimkomplex, im Erdgeschoß der Fakultät für Biologie. Buslinien: 9, 24, 29, 30; 1, 6, 7 aus den Vierteln Manastur, Grigorescu und Marasti.
Kontaktpersonen:
Ceuca Delia – Museumskuratorin.
Adresse: Str. Clinicilor nr. 5-7 Cluj-Napoca
Telefon : 0264.59.57.39 int. 121
Fax: 431859
E-mail:dceuca@biolog.ubbcluj.ro