Personalităţi ale vieţii universitare din Transilvania

  Alstedtius (Ioan Henric Alstedt )
filozof şi erudit german
AugustinMaior Augustin Maior
(1882- 1964)
fizician
PetreSergescu Petre Sergescu
(1893-1954)
matematician
RalucaRipan Raluca Ripan
(1894-1975)
chimistă
BolyaiJanos Bolyai János
(1802-1860),
matematician
"Real face of János Bolyai" , Tamás Dénes , On the 150th anniversary of the death of János Bolyai
GyalaFarcas Gyula Farkas,
cunoscut om de ştiinţă
al universităţii clujene
AlexandruBorza Alexandru Borza
(1887-1971 )
botanist
HermanOgerth Herman Oberth
(1894-1989)
fizician de renume mondial
NicolaeMargineanu Nicolae Mărgineanu (1905-1980)
psiholog
PeterfiIstvan Péterfi Istvan (Stefan)
(1906-1978)
botanist, biochimist şi fitofiziolog
EmilRacovita Emil Racoviţă
(1868-1947)
biolog şi speolog
  Eugeniu Speranţia
(1888-1971)
filosof
PuscariuSextil Sextil Puşcariu
(1877-1948)
lingvist
BrassaiSamuel Brassai Samuel
(1800-1897)
savant maghiar

Eine bedeutende Geschichte

Die Universitäten entstanden im Europa des 11. Jahrhundert. Diese Entwicklung brachte verschiedene Erwartungen hervor: die Ermöglichung der Erkenntnis und den Zugang mehrerer Menschen zur Bildung; die Zusicherung des Einflusses für die kulturelle Oberschicht; die Konsolidierung der Herrschenden; der soziale Aufstieg für die Studierenden; die Steigerung der Wohlfahrt in den Universitätsstädten. Friedrich Barbarossa drückte in der Authentica Habita klar seine Überzeugung aus, dass sich „durch Wissenschaft die Welt erleuchtet und das Leben der Untertanen auf die Ehrfurcht gegenüber Gott und seinem Diener, dem Kaiser, konzentriert wird“.

Die Klausenburger Universität fußt auf einem langen Entwicklungsprozess, in Siebenbürgen eine Einrichtung für höhere Bildung zu etablieren – ein attraktiver Standort für Europäer und ein Platz der religiösen, und später politischen Konfrontation und Auseinandersetzung, die für unseren Kontinent spezifisch sind.

Diese Entwicklung beginnt mit dem Vorhaben des Fürsten Johann Sigismund, eine Studienakademie in Sebes/Mühlbach, im Jahr 1567 zu gründen. Ein erster konkreter Schritt wird aber die Initiative des Fürsten Stephan Báthory für die Gründung eines Kollegiums in Klausenburg (1581) sein, nachdem dies schon in Bratislava, Buda und Tarnovo erfolgt ist. Das Kolleg befand sich unter der Leitung von Jesuiten und der erste Rektor war der italienische Gelehrte Possevino. Diese Einrichtung wurde später aufgelöst; die Protestanten und Unitarier gründeten andere Kollegien. 1692 gründete Gabriel Bethlen das kalvinistische Kollegium in Alba Iulia, dort konnte man Theologie, Philosophie und Latein studieren, unter der Leitung des Gelehrten Alstedt. Die Katholiken übernahmen 1688 erneut die Initiative und gründeten eine Akademie in Klausenburg, unter der Obhut der Jesuiten. Im Rahmen des Versuches, die verschiedenen Konfessionen auszusöhnen, gründete die Kaiserin Maria Theresia in Klausenburg eine deutschsprachige Universität; dieses Vorhaben erwies sich als kurzlebig und später ersetzte der Kaiser Joseph II. diese Universität mit dem berühmten Piaristengymnasium, mit Latein als Hauptsprache.

Im Kontext der Revolutionen des Jahres 1848 entstand zum ersten Mal ausdrücklich der Wunsch – und damit das Problem – nach einer Universität in der Nationalsprache. Die mehrheitlich rumänische Bevölkerung forderte eine Universität in ihrer Muttersprache. Später – im Jahr 1868 – schlug einer der führenden Figuren der ungarischen Politik, der liberale Minister Eötvös, die Gründung einer dreisprachigen Universität (ungarisch, rumänisch und deutsch) in Klausenburg vor und ein Teil der rumänischen Vertreter unterstützten diese Idee. Im Jahr 1872 aber gründeten die Behörden eine Klausenburger Universität, die ausschließlich ungarischsprachig war, eine Tatsache die Unzufriedenheit unter den Rumänen auslöste. Am Ende des Ersten Weltkrieges, im Kontext der Großen Vereinigung Rumäniens wurde die Klausenburger Universität, gleichfalls geschehen bei den Universitäten in Strasbourg und Bratislava, von den staatlichen Behörden übernommen und wurde zu einer Einrichtung des neuen, großrumänischen Staates.

Am 12. Mai 1919 wurde die Rumänische Universität in Klausenburg gegründet, deren Vorlesungen am 3. November 1919 – durch den Historiker Vasile Pârvan – mit dem Vortrag“Die Aufgabe unseres Lebens” eröffnet wurden. Die Eröffnung wurde feierlich am 1. Februar 1920 durch den rumänischen König Ferdinand I. besiegelt. Die neue Universität wurde vom rumänischen König unter dem – beim Eingang des Hauptgebäudes stehendes – in Marmor gehauenem Motto eröffnet: „gewidmet der Wahrheit, auf den Wegen der Gerechtigkeit – die einzigen die die Versöhnung zwischen den verschiedenen Völkern der Welt bringen können – wird diese Einrichtung der höheren Kultur der Nation und der Humanität nützlich sein, und sich, sowie auch uns durch ihre wissenschaftliche Arbeit ehren“.

Im Jahr 1940, als eine Folge der territorialen Revisionspolitik, die von dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien aufgezwungen worden war, wurde die rumänische Universität nach Sibiu/Hermannstadt und Timisoara/Temeswar übersiedelt und die ungarische Universität wurde von Szeged nach Klausenburg gebracht. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges, nach dem Außerkrafttreten des Wiener Schiedsspruches kehrte die rumänische Universität nach Klausenburg zurück und benannte sich „Babes“. Im Jahr 1945 gründeten die Behörden in Klausenburg die ungarische Universität „Bolyai“. Die zwei Einrichtungen wurden 1959 unter dem Namen „Babes-Bolyai“ vereinigt und hatten Rumänisch und Ungarisch als Hauptsprachen. Später, in der Zeit des Staatsoberhauptes Nicolae Ceausescu, wurde der Umfang des Studiums in ungarischer Sprache allmählich eingeschränkt.

Die Wende im Dezember 1989 traf in der Universität “Babes-Bolyai” auf eine sehr aktive Bewegung von jungen Lehrkräften und StudentInnen vor, die sich aktiv für die Aufwertung der beruflichen Tradition, der demokratischen Werte der Universität und deren institutionelle Reformierung einsetzten. Der Ausgangspunkt der neuen Dynamik war die Plattform „Für eine neue Universität des Oberen Daziens“ , sowie auch die energische Aktion mehrerer rumänischen, ungarischen, deutschen und jüdischen Universitätsmitglieder, beseelt von dem Wunsch die Souveränität des Professionalismus wieder in der Universität zu etablieren und diese in den Werten der freien Welt einzureihen.

Die Entwicklung der Klausenburger Universität kann durch ein Paar Angaben aus den Jahren 1938, 1970, 1989, 1992, 1999 veranschaulicht werden.

Im Jahr 1938 waren an der Universität aus Klausenburg 3.094 StudentInnen immatrikuliert, an vier Fakultäten und neun Fachrichtungen, unterrichtet von 115 Mitglieder des didaktischen Korps (4 Honorarprofessoren, 84 Titularprofessoren und 29 assoziierte und Dozenten) sowie von 245 Lektoren, Assistenten und Debütanten. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Zentrale Universitätsbibliothek, das Akademische Kolleg, das Universitätsamt, der Universitätsverlag, die Außenstellen der Universität, das Institut für experimentelle Psychologie, der Sportpark und andere Einheiten organisiert.

Im Jahr 1971 erreichte die Universität “Babes-Bolyai” den Höhepunkt ihrer Entwicklung in der Nachkriegszeit, mit 14.438 StudentInnen in acht Fakultäten, mit 36 Fachrichtungen, unter der Leitung von 648 Lehrkräften. In der Zwischenzeit errichtete die Universität das Wohnheimkomplex „Ha s deu“. Nach 1971, als eine Folge der verfehlten Universitätspolitik des Ceausescu-Regimes, schrumpfte die „Babes-Bolyai“-Universität dramatisch. Bis zum Jahr 1989 sank die Zahl der StudentInnen auf 5.940, die sich auf sieben Fakultäten mit 19 Fachrichtungen aufteilten, unter der Koordination von 626 Lehrkräften.

Um das Jahr 1992 erreichte die Universität “Babes-Bolyai” wieder die Struktur aus der Zeit ihrer größten Enwicklungszeit. Die Zahl der StudentInnen erreichte 12.247 und die Struktur umfasste 11 Fakultäten und 55 Fachrichtungen mit insgesamt 826 Lehrkräften.

Mit dem Jahr 1993 begann die umfassendste und stärkste Entwicklung in der Geschichte der Klausenburger Universität. Derzeit bietet unsere Universität die reichste Palette an Fachrichtungen und ist die komplexeste universitäre Einrichtung Rumäniens. Im Jahr 1996 begann der Bau des Neuen Campus, und 1999 der Bau des Universitätshotel-komplexes. 2004 erreichte die Universität „Babes-Bolyai“ den bisherigen Höhepunkt in der Entwicklung des Klausenburger Universitätswesens.

Die oben genannten Entwicklungen setzten viele grundlegende Entscheidungen und ganz neue Initiativen voraus – im Bereich der Organisierung des Studiums, der wissenschaftlichen Forschung, der Erweiterung der kommunalen Dienstleistungen, der Modernisierung der Infrastruktur, der Erschaffung eines fortgeschrittenen Kommunikationsnetzwerkes und nicht zuletzt durch die Implikation der Universität „Babes-Bolyai“ in den Demokratisierungsprozess in Rumänien. Die Entscheidung, die Universität „Babes-Bolyai“ in eine Referenzuniversität Mittel- und Osteuropas umzuwandeln (1994), das intellektuelle, bürgerliche und moralische Engagement zugunsten der Demokratisierung und der euroatlantischen Integration (1993), die massive Investitionen in die Infrastruktur (1996), die Umorganisierung in einer mehrsprachigen und multikulturellen Richtung (1995), die Konversion zu einer im internationalen System der Universitäten relevanten Einrichtung (2000), die Auseinandersetzung mit den neuen Initiativen im Kontext der Globalisierung (2003) – zählen zu den Entscheidungen, die grundlegend für das heutige Profil der Universität „Babes-Bolyai“ gewesen sind.

Anm: Die erste Benennung der Universität 1919.